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Teil 3: Fippos Trip ins Ungewisse

„Ich habe sofort gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Polizisten rieche ich 100 Meter gegen den Wind. Obwohl ich gar nichts ausgefressen hatte. Abgesehen davon, dass ich bei Fadrina bleiben wollte. Nicht nur, weil sie so gerne Bus fährt wie ich. Ich habe mich ein bisschen in sie verliebt. Aber als die beiden Polizisten klingelten und ich einige Worte aufschnappte wie zum Beispiel „Soglio“, wo meine Besitzerin lebt, läuteten die Alarmglocken wie eine Sirene in meinen Hundeohren. Weg von Fadrina – nie im Leben! Während die Polizisten redeten und dabei wie im Halbschlaf wirkten, schmiedete ich in aller Stille einen Plan. Ich würde abhauen. Und irgendwann wiederkommen. Wenn die ganze Aufregung vorbei ist.

Als der entscheidende Moment kommt, entwische durch die Haustür, an den sprachlosen Landjägern vorbei. Meine Beine sind blitzschnell, ich fliege nur so durch den Schnee, während der eine Landjäger versucht, mich einzuholen. Er sinkt knietief ein, aber ich fliege  elegant wie eine Gazelle Richtung Dorfstrasse.


Dort nimmt gerade das Postauto Kurs auf die Haltestelle. Das ist ein Zeichen! Am Steuer sitzt Mario, Fadrinas Kollege. Ausser ihm ist kein Mensch im Bus und mir fällt wieder ein, dass Neujahrsmorgen ist und bestimmt noch alle schlafen. „He, Fippo, was fahrsch wider im Züüg uma?“, sagt er nur und ich plumpse mit meinem Fell voller Schneeklümpchen auf den Boden und hechle vor mich hin. Ein prüfender Blick aus dem Fenster sagt, dass mir der Landjäger nicht gefolgt ist – oder er mich nicht eingeholt hat. Wenn nur der Bus bald losfährt! Aber Mario lässt das Fenster runter und beginnt tatsächlich noch einen Schwatz mit Elisa, der Servicehilfe des Hotels. Sie wünschen sich endlos lang ein gutes neues Jahr und fabulieren über das Wetter, ob es noch mehr schneien wird heute, ob so viel wie gestern oder mehr, und überhaupt sei an einem Neujahrsmorgen seit Ewigkeiten nicht mehr so viel Schnee gelegen.

 

Ich werde nervös. Meine ich das nur, oder sind hinter dem Stall Stimmen zu hören? Klingt eine nicht genau so wie jene des Polizisten? Gerade als ich in den hinteren Teil trotten will, startet Mario endlich den Motor. Ich atme aus und lasse die Zunge hängen. Los jetzt.

 

Das Busfahren beruhigt mich sofort. Es gibt nichts Besseres. Ich könnte immer im Bus leben, oder fast. Das Fell bei Fadrina, und ihr Wollteppich in der Stube sind schon noch gemütlicher, das gebe ich zu. Die Wärme im Bus und das vertraute Schaukeln sorgen dafür, dass ich eindöse. Ich erwache erst, als ich Marios Stimme höre: Scuol-Tarasp, Staziun. Mit einem Mal purzeln alle Erinnerungen wieder in mein Hundhirn. Fadrina. Die Polizisten. Ob es schon eine Vermisstenmeldung gibt? Mario schaut wie immer. Ich muss weg. Schnell. Bevor mich jemand entdeckt. Ich erhebe mich schwerfällig und schüttle mich. Dort, wo ich gelegen bin, ist ein kleiner See entstanden. „Fippo, du machsch immer a uhuara Sauarei!“, sagt Mario, aber er sagt es nicht etwa böse. Trotzdem hole ich meinen treuherzigsten Hundeblick aus dem Sortiment und stehe dann penetrant vor die hintere Tür. Es zischt, sie öffnet sich und ich schleiche hinaus. Draussen steht mir ein kleiner Junge beinahe auf die Pfote: „Mami, lueg, de gross Hund!“, schreit er und ich mache, dass ich verschwinde.

 

Was jetzt? Wohin? Ich sehe den roten Zug auf dem Geleise. Hm. Im Busfahren bin ich ein Profi, dann sollte das mit dem Zug auch klappen. Eben ertönt die Lautsprecheransage, ich pflücke ein paar Fetzen auf: „Regio-Express Richtung Disentis/Mustér nach... Landquart Gleis 2.“ Keine Ahnung, wo das alles ist, aber Landquart tönt nach Land und Platz. Sicher ein guter Ort für Hunde. Die Treppe ist etwas steil, aber ich schaffe es, ins Innere zu kommen.

 

Kaum bin ich drinnen, fällt ein Paar Ski mit Geschepper auf meinen Rücken. Autsch! Ich kann das Winseln nicht verkneifen. „Pass doch uf!“ Eine Frauenstimme. „Was mues de Hund überhaupt do dure laufe?“ Eine Männerstimme, verärgert. Ich mache mich so dünn wie möglich und pirsche durch den Wagen. Überall stehen Leute in papageifarbenen Skianzügen und wuchten Schlitten, Taschen, Skistöcke und Rucksäcke in die Gepäckablage. „Lueg Mami, en Hund!“ Ein Mädchen streckt mir die Hand hin. Ich schnuppere kurz und gehe weiter. Nach drei Wagen sieht es anders aus. Keine Sitzbänke, keine Menschen. Nur Säcke und Kisten und ein paar Schlitten. Hier bleibe ich, hier sieht mich keiner.

 

Ich lasse mich auf einen der Jutesäcke am Boden fallen. Und plötzlich wird mir das Herz schwer. Fadrina! Landquart ist bestimmt ganz weit weg. Wenn ich sie nie mehr sehe? Soll ich wirklich fahren? Oder gleich aussteigen? Zu spät! Der Zug rollt los. Es schüttelt ein wenig, und ich schlingere hin und her auf dem glatten Boden. Bisher hat mich noch niemand entdeckt. Kaum zu Ende gedacht, marschiert der Zugbegleiter in flottem Tempo direkt auf mich zu. Als er mich erblickt, bremst er ab. „Was machsch denn du do?“ Er zückt ein Handy. „Kollege, bitte ausrufen: Im Gepäckwagen ist ein Hund, zottlig und gross. Die Besitzer werden gebeten, ihn abzuholen.“ Ich erschrecke. Um Gotteswillen, nein. Der Zugbegleiter deutet mein Entsetzen natürlich falsch. „Muasch kai Angscht ha!“  Der Zug rattert. Ich beginne zu zittern. Der Mann entfernt sich, zum Glück. Von weither höre ich ein Knistern im Lautsprecher, irgendetwas mit „... nächster Halt“. Und danach höre ich es ganz laut und deutlich: „Im Gepäckwagen am Ende des Zuges ist ein grosser herrenloser Hund. Die Besitzer werden gebeten, das Tier sofort abzuholen.“

 

Vor Schreck hechle ich hastig. Was nun? Mir will keine Idee kommen. Da! Jemand schiebt die Türe zur Seite. Schritte. Noch mehr Schritte. Zwei junge Frauen stehen vor mir. „Jösses“, sagt die eine, „ist der süss!“ Ihre Kollegin mustert mich: „Zum Verlieben!“ Schon wieder geht die Tür auf. Der Zugbegleiter von vorhin erscheint, schaut auf mich, schaut auf die beiden. „Ist das Ihr Hund?“ Die zwei jungen Frauen nicken, dann ruft die mit den langen roten Haaren: „Ja, das ist Mikka. Er haut leider immer ab. Aber jetzt nehmen wir ihn mit.“ – „Haben Sie keine Leine?“ „Doch, doch, in unserem Abteil.“ – „Und das Billett haben Sie gelöst?“ – „Ähm ja, online. Aber ich habe gerade das Handy nicht dabei.“ Der Zugbegleiter nickt. „In dem Fall sorgen Sie jetzt dafür, dass er bei Ihnen bleibt. Es geht nicht, dass hier einfach Hunde frisch fröhlich herumspazieren.“

Mir wird ganz anders. Die beiden sehen ja nett aus. Aber – ich gehöre zu Fadrina. Was soll ich bloss tun?

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